In der vorletzten Woche erhielt ich (wie viele andere auch) eine E-Mail, die ich hier etwas gekürzt wiedergeben will:
Liebe Freunde des Max Restaurant
Leider habe ich heute die Aufgabe Ihnen eine traurige Nachricht mitteilen.
Restaurant MAX stellt Betrieb ein
Das Restaurant MAX an der Ocnei 22 schliesst die Türen am 15. August 2009. Bis dahin werden die Gäste mit der bekannten Freundlichkeit und Qualität bedient.
Auch die angekündigten Anlässe finden statt.
Der Besitzer, Max Schweizer , kam mit dem Traum einer modernen Gaststätte in einem historischen Gebäude nach Rumänien. Mit viel Liebe hat er eines der ältesten Häusersorgfältig restaurieren und alles Nötige für einen Gastrobetrieb herrichten lassen. Obwohl die Schweizer Küche mit ihrem qualitativ hochstehenden Angebot nicht für Jedermannerschwinglich sein würde, hoffte das Konzept doch auf genügend Gästepotential. Seit der Eröffnung im Juni 2007 konnten immer wieder neue Besucher aus demIn- und Ausland begeistert werden. Leider brachte aber der Gästezuwachs im letzten Halbjahr nicht den genügend grossen Umsatz. Max Schweizer hat sich deshalb zurEinstellung des Betriebs durchringen müssen.
Verena Feller
Traurig aber wahr. Ich werde hierzu jetzt keinen Kommentar abgeben.
Max Restaurant*
Str. Ocnei, Sibiu, Tel.: +40 269 233 003
Endlich mal wieder ein neues Restaurant. Und wieder ausländisch. Jedoch: schweizerisch. So was hatten wir noch nicht. Also waren wir schon ganz gespannt. Eine Einladung zur Pre-Eröffnung lag auch vor. Na prima. Die wissen wie man mich ködern kann. Oder auch nicht. Denn ich habe schon andere Restaurants niedergemacht. Also: Das Essen auf der Pre-Eröffnung war wirklich 1a. Die Kalbsbratwurst; mmmmmmmmmmmmmmmmh. Und dann die Rösti, ich bin immer noch ganz hin und weg.
Aber jetzt erstmal zur Location: Max Schweizer (so heißt der Man wirklich) hat sich in der Verlängerung der Strasse die unter der Lügenbrücke durchführt, in der Unterstadt eins der ältesten Gebäude in Sibiu gekauft und dann liebevoll wieder hergerichtet. Ich bin ganz vernarrt in einem Raum im Obergeschoss. Hier hat man Ornamente die man in Oberbalken und Wänden gefunden hat, liebevoll restauriert. Jedoch hat jeder der Räume seinen eigenen Charme.
Zum Essen: Wer irgendwelche rumänisch-schweizerische Variationen sucht, ist hier am falschen Platz. Der Schweizer Koch versteht es endlich etwas hin zu bekommen, was mir auch beim zweiten essen, zwei Tage nach der Eröffnung, gut schmeckte. Die Preise sind angemessen. Ich habe zwar schon billiger gegessen, aber selten so gut. Wir haben für ein Menü (Vorspeise, Hauptspeise und Dessert) sowie Getränke für zwei Personen 206 Ron bezahlt.
Die Bedienung war flott und aufmerksam. Ob das daran lag, dass der Geschäftsführer und der Koch sich mit uns unterhalten haben, wird die Zukunft zeigen.
Also wer mal Essen und genießen will, ist hier mit Sicherheit an der richtigen Stelle. Wir wünschen diesem Restaurant alles gute und werden es in Zukunft mit Sicherheit öfters testen .
Geschrieben im September 2007
Mehr von mir zum "Restaurant Max"
Essen auf den heißen Stein. Die deutschen Leser werden vielleicht
sagen, was für ein Alter Hut. Für Rumänien ist dies jedoch eine
exklusive Neuheit. Selbst Radiosender berichten, über das
Hermannstädter Restaurant von Max Schweitzer, dem "Max". Am 14.02.2008
waren wir geladen diesen neuen Event dieses Schweizer Restaurants zu
beköstigen. Und wir kamen dieser Einladung selbstredend gerne nach,
zumal sich das "Max" in den vergangenen Monaten immer wieder durch
frische Ideen in Hermannstadt einen Namen gemacht hat.
Das Essen auf dem heißen Stein ist einer der ältesten Arten um Fleisch
zubereiten zu können. Im Restaurant wird nun die moderne Form dieser
Art praktiziert. Ein Spezieller Lava Stein wird über mehrere Std. bei
ca. 300 Grad erhitzt. Damit die Esser sich nicht verschmutzen, wird
ihnen bevor das Essen serviert wird, ein Lätzchen umgebunden. Und dann
kommt der Stein. Auf einem rustikalem Brett liegend, kann man sich das
Fleisch oder den Fisch dann selbst braten. Gerade so wie es einem
selbst am besten schmeckt. Für Rumänien ist diese Zubereitungsart eine
Sache, bei der man nicht versteht, warum nicht schon vorher jemand auf
die Idee kam, dies einzuführen. Man kann selbst braten und sich dabei
hervorragend unterhalten.
Der Gast kann sich bei diesem kulinarischen Genuss zwischen fünf
verschiedenen Variationen entscheiden. Vom Rindfleisch bis zum
Lachsfillet ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und wer das Fleisch
vom "Max" kennt, weiß das man hier auch problemlos Rindfleisch essen
kann, denn die Betreiber beziehen das Fleisch ausschließlich von einer
Schweizer Metzgerei aus Bukarest, bei der es garantiert ist, das das
Fleisch den hohen Ansprüchen der Gäste genügt.
Wer sich nun entschließen sollte hier einen Abend zu verbringen,
braucht, im Vergleich zu anderen Restaurants der gehobenen Klasse,
nicht zu glauben, das die Rechnung ein riesen Loch in die Kasse reißt.
Die Preise bewegen sich, angemessen, für ein Menü auf dem heißen Stein
zwischen 24,50 RON und 69,00 RON. Wenn ich mir jedoch anschaue was man
für wesentlich schlechteres Essen bezahlen muss, gehe ich lieber einmal
gut Essen als viermal schlecht.
Erschienen im Dezember 2007