Artikel bei Stern.de zu den Demonstrationen im Gaza-Streifen
Wie weit ist man in Deutschland eigentlich gekommen? Ich werde hier keine Diskussion darüber beginnen, ob der Krieg im Nahen-Osten richtig oder falsch, berechtigt oder unberechtigt ist. Was mich verwundert, ist jedoch der Umstand, das man jetzt Israelflaggen einrollen muss, weil ein Mob auf der Strasse für sich das Recht auf freie Meinungsäusserung in Anspruch nimmt, anderen jedoch dieses Recht verweigert. So passiert in in Duisburg (siehe obigen Artikel, letzter Absatz).
Es muss die Frage erlaubt sein, wo sind wir schon wieder hingekommen, das in Deutschland unverhohlen Antisemitismus demonstriert werden darf? Und nicht nur das, sondern das Deutsche Polizisten israelische Fahnen einziehen, "Um eine Eskalation zu vermeiden"? Wie ich schon schrieb, kann es hier nicht um die Frage gehen wer Schuld an diesem Krieg ist. Aber warum eigentlich nicht?
Denn wer die Presse verfolgt, kann beobachten wie die Hamas ganz geschickt wieder versucht die Stimmung zu kippen. Es werden wieder nur Bilder von verletzten Kindern und Zivlisten gezeigt. Was die Hamas verschweigt, das sie es doch sind, die beständig diese unschuldigen Menschen als Schutzschild benutzt, um ihren Krieg zu führen. Ein Rezept, das ja schon die Hisbollah im Libanon angewendet hat.
Wo waren all die, die heute für den Frieden auf die Strasse gehen, als die tausende Raketen auf Israel niedergegangen sind. Das alte Leid der Linken und der Friedensbewegung ist Ihr latenter Antisemitismus. Das permanente Wegsehen wenn es darum geht, die Schandtaten dieser Verbrecher von der Hamas gegen Israel zu akzeptieren. Interessant hierbei auch wieder die kooperation von "Friedenskooperativen" und Milli Görus.
Doch zurück zum Thema: Das die deutsche Polizei aus Gründen der De-Eskalation dem Mob auf der Strasse nachgibt, ist schon sehr merkwürdig. Von wem Gewalt ausgeht, auf deutschen Strassen, muss verhaftet werden. Wenn Demonstranten eine Fahne mit Steinen u.ä. bewerfen, so gehört die Demonstration aufgelöst. Das schon aus prinzipiellen Überlegungen.
Ich gehöre nicht zu den Leuten die dem Zentralrat der Juden (ZdJ) immer Recht gibt. Wenn der ZdJ wegen des Gebrauchs des Wortes Prokrom protestiert, halte ich das für überzogen. Wenn er jedoch gegen diese Massnahme protestiert, halte ich das für berechtigt. Wo kommen wir hin, wenn wir weiterhin diesen Faschisten (Egal ob rot gefärbt oder als empörte Muslims) die Strasse und das Rechtssystem überlassen.